Türkei Reisen

Istanbul - Moscheen

Moscheen, „Camii“
Unglaublich viele Moscheen, ungefähr 500 an der Zahl, findet der Besucher in Istanbul. Selbst bei der Größe der Stadt, stößt man immer wieder auf eine dieser besonderen Bauwerke. Diese wurden meist von Sultanen oder deren Familienangehörigen, Wesiren und anderen Staatswürdenträgern gestiftet, welche damit ihren Glauben, ihre Macht und ihren imperialen Willen widerspiegelten. Die „Mutter“ aller Moscheen ist die „Hagia Sophia“, deren Bauidee immer wieder aufgegriffen wurde.
Bitte beachten Sie, dass Sie am Eingang Ihre Schuhe ausziehen müssen! Die Schultern und Knie sollten ebenfalls wie in anderen Gotteshäusern bedeckt sein. Teilweise erhalten die Damen einen Schal zur Kopfbedeckung am Eingang.
Damit Sie einen kleinen Überblick über die interessantesten Moscheen erhalten, habe ich hier einige aufgelistet, für diejenigen unter Ihnen, die großes Interesse an Baugeschichte haben, geordnet nach Epochen:

aus der osmanischen Frühzeit
• Mahmut Paşa Camii – älteste erhaltene Großmoschee von 1462
• Sultan Beyazıt Camii – älteste erhaltene Sultans-Moschee von 1506
• Moscheen des Architekten Mimar Sinan
• İskele Camii in Üsküdar – erste von Sinan geschaffene Moschee von 1548
• Şehzade Camii – Sinans „Lehrlingsstück“, ebenfalls von 1548
• Sultan Suleyman Camii – Sinans „Gesellenstück“ von 1557
• Rüstem Paşa Camii – Stiftung eines Großwesirs, ausgestattet mit wunderbaren İznik-Fliesen, von 1561. Sie ist etwas schwer zu finden, aber ein Besuch lohnt sich alle mal, vor allem, da sie bei den Touristen nicht ganz so bekannt ist, strahlt die Moschee wesentlich mehr Ruhe aus.

spätere Moscheen
• Yeni Valide Camii – am Goldenen Horn gelegen, Bauzeit von 1597 bis 1663
Das Herzstück dieser Moschee ist sein Innenraum, der mit blauen Iznik Kacheln ausgestattet ist sowie der schöne Brunnen im Vorhof. Die Moschee wurde von einem Schüler Sinans entworfen.
• Sultan Ahmet Camii – die größte und berühmtes Moschee, die „Blaue Moschee“ von 1617 (weitere Details siehe unten)
• Sultan Mehmet Fatih Camii – Fatih Sultan Mehmet erbaute zwischen 1463 bis 1471, die prächtige und imperiale Moschee, er ist hier begraben. Wiederaufbau bzw. Neubau der Eroberermoschee nach einem Erdbeben 1766
• Eyüp Sultan Camii – Sie wurde als die erste Moschee nach der Eroberung Istanbuls unter Sultan Mehmet dem Eroberer gebaut. Zu dem Komplex gehört auch das Grab Eyüps, der erste islamische General vor Konstantinopel und somit bedeutendes spirituelles Heiligtum des Islam. Gegründet 1458, der Neubau in eher traditionellem Stil entstand in der Zeit von 1798 bis 1800.

aus der osmanischen Barockzeit
• Nuru Osmaniye Camii – Kuppelbau aus ursprünglich weißem Marmor mit halbrundem Vorhof, von 1755
• Lâleli Camii – 1763 fertiggestellt, nach Erdbeben 1783 erneuert, Barockmoschee mit kleinem Basar im Untergeschoss
• Nusretiye Camii, Moschee für die Soldaten der einst nebenan gelegenen Kasernen von 1826
• Dolmabahçe Camii – unmittelbar am Ufer des Bosporus, Teil der gleichnamigen Palastanlage von 1853
• Ortaköy Camii von 1854

“Sultanahmet Camii”, Blaue Moschee, am Sultanahmet Square

Das Wahrzeichen von Istanbul heisst eigentlich „Sultan-Ahmet-Moschee“ und wurde nach dem Vorbild der „Hagia Sophia“ in den Jahren 1609 bis 1616 erbaut. Ihre Bezeichnung als „Blaue Moschee“ verdankt sie den rund 21.000 wunderschönen blauen Wandfliesen (Fayencefliesen aus Iznik), mit denen die Kuppel und einige Mauerteile ausgeschmückt sind. Durch die 260 Fenster ist sie sehr lichtdurchflutet und damit angenehm hell. Eine ihrer Besonderheit sind die sechs Minarette, denn kein anderes islamisches Gotteshaus - außer der Moschee in Mekka - hat so viele. Auch fast 400 Jahre nach ihrem Bau ist die Moschee noch intakt. Geniessen Sie ihren beeindruckenden Anblick am besten von der „Galata Brücke“ oder vom „Goldenen Horn“ aus.

Eine kleine Anekdote zum Bau
“Sultan Ahmet I. beauftragte den Architekten Mehmet Aga, einen Schüler des exzellenten Sinan eine Moschee direkt gegenüber der „Hagia Sophia“ zu bauen. Ahmet hatte für dieses mächtige Bauwerk ein Budget von 1.181 Golddukaten vorgesehen, welches für einen solchen Prachtbau mit all seinen prunkvollen Ausführungen sicherlich zu knapp bemessen war. Da der Architekt diesem zwar bewusst war, sich aber nicht traute, dem Sultan mitzuteilen, dass das Budget bei Weitem nicht ausreichen werde, löste Mehmet Aga das Problem auf seine Weise: Sultan Ahmet hatte ursprünglich goldene Minaretten gewünscht. Der Baumeister verstand seinen Bauherren aber absichtlich falsch und baute, anstatt goldene (in der türkischen Sprache „altin“), sechs Minarette (in türkisch „alti“). Als der Sultan von den sechs Minaretten erfuhr wurde er sehr zornig und wollte den Architekten dafür bestrafen, nach dem er jedoch die fertige Moschee betrat, war er fasziniert von ihrer Schönheit und vergab schließlich seinem Baumeister.“

Öffnungszeiten: jeden Tag geöffnet, während des Freitagsgebets geschlossen


„Suleymaniye Camii“, Tiryaki Çarsisi Sokak, Stadtteil Süleymaniye
Die „Suleymaniye-Moschee“ thront wahrlich auf der Spitze des „Goldenen Horns“ und prägt damit ganz stark die Silhouette von Istanbul. Sie gilt als herausragendster Sakralbau Istanbuls und wurde im Auftrag von Sultan Suleyman dem Prächtigen zwischen 1550 und 1557 erbaut. Unter seiner Herrschaft fand das „Goldene Zeitalter“ der Osmanen und die osmanische Baukunst ihren Höhepunkt.
Der Innenraum der Moschee ist von einer großen Kuppel bedeckt und bis auf wenige Dekorationen schlicht gehalten; er beeindruckt vornehmlich durch seine Größe. Selbst die Seitengebäude sind mit kleineren Kuppeln bedeckt. Die „Sulemanyie Moschee“ besitzt - wie üblich - vier Minarette, die den Status des Sultans symbolisieren: Suleyman war der vierte Sultan, seit der Eroberung Konstantinopels; die zehn Balkone weisen darauf hin, dass er zudem der zehnte Sultan aus dem Hause Osman war.

Nehmen Sie sich die Zeit und geniessen Sie bei einem kleinen Spaziergang über den Hof den fantastischen Ausblick auf Istanbul und die Schönheit und Ruhe dieser Moschee.

Öffnungszeiten: täglich geöffnet, während des Freitagsgebets geschlossen

“Mehmet Sokullu Pasa Moschee“

Im Jahre 1506 wurde im bosnischen Sokol, Mehmet Sokullu Pasa geboren. Im jungen Alter von 13 Jahren durfte Mehmet aufgrund seiner außerordentlichen Fähigkeiten nach Istanbul zur „Enderun“ Schule, dem damals mittelalterlichen Harvard. In kürzester Zeit wurde er aufgrund seiner Intelligenz, seines Wissens und seiner Ausstrahlung eine wichtige Persönlichkeit und stieg im Jahre 1549 zum Großwesir, dem zweiten Mann im Osmanischen Staatsgebilde auf. Er stiftete diese Moschee der Bevölkerung, deren erstaunliche Bauzeit nur ein Jahr dauerte, trotz dem Standort hoch oben auf dem steilen Hang (1577-1578).


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